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Häufige Fragen (FAQ)

Hier finden Sie Antworten auf die häufigsten Fragen rund um Neuro Case Management, neurologische Erkrankungen, Hilfsmittelversorgung und unser Portal. Sollte Ihre Frage hier nicht beantwortet werden, können Sie uns jederzeit über unsere Kontaktseite erreichen.

Neuro Case Management

Was ist Neuro Case Management?

Neuro Case Management ist die professionelle Koordination aller Versorgungsleistungen für Menschen mit neurologischen Erkrankungen. Ein Case Manager fungiert als zentrale Ansprechperson und sorgt dafür, dass Arztbesuche, Therapien, Hilfsmittelversorgung, Rehabilitationsmaßnahmen und Sozialleistungen aufeinander abgestimmt sind. Das Ziel: eine lückenlose Versorgung, die den Patienten und seine Bedürfnisse in den Mittelpunkt stellt. Ausführliche Informationen finden Sie in unserem Artikel Was ist Neuro Case Management?

Wer profitiert von Neuro Case Management?

Besonders Menschen mit komplexen neurologischen Erkrankungen profitieren von Case Management. Dazu gehören Patienten nach Schlaganfall, mit Parkinson, Multipler Sklerose, Schädel-Hirn-Trauma, ALS oder Epilepsie. Auch Angehörige werden entlastet, da der Case Manager die Organisation der Versorgung übernimmt. Besonders sinnvoll ist es, wenn mehrere Leistungserbringer (Ärzte, Therapeuten, Sanitätshaus, Pflegedienst) koordiniert werden müssen.

Wer bezahlt Neuro Case Management?

Die Kostenübernahme hängt vom Kontext ab. In Rehakliniken und bei manchen Krankenkassen ist Case Management als Leistung inbegriffen. Einige Berufsgenossenschaften und Unfallversicherungen finanzieren Case Management bei berufsbedingten Erkrankungen oder Unfällen. In anderen Fällen kann Case Management privat beauftragt werden. Fragen Sie bei Ihrer Krankenkasse oder Rehaklinik nach den Möglichkeiten.

Wie finde ich einen Neuro Case Manager?

Case Manager finden Sie über Rehakliniken, Krankenkassen, Sozialverbände oder spezialisierte Beratungsstellen. Die Deutsche Gesellschaft für Care und Case Management (DGCC) bietet eine Zertifizierung und kann bei der Suche helfen. Auch Ihr behandelnder Neurologe oder das Sozialbüro Ihrer Klinik kann Sie an die richtigen Stellen vermitteln.

Hilfsmittel und Versorgung

Welche Hilfsmittel stehen mir bei einer neurologischen Erkrankung zu?

Gesetzlich Versicherte haben Anspruch auf alle medizinisch notwendigen Hilfsmittel gemäß § 33 SGB V. Dazu gehören unter anderem Rollstühle, Rollatoren, Orthesen, Kommunikationshilfen, Therapiegeräte und Alltagshilfen. Welches Hilfsmittel im Einzelfall verordnet wird, entscheidet der behandelnde Arzt. Einen umfassenden Überblick bietet unsere Hilfsmittel-Übersichtsseite.

Wie beantrage ich ein Hilfsmittel?

Der Weg zum Hilfsmittel beginnt mit einer ärztlichen Verordnung. Mit dem Rezept gehen Sie ins Sanitätshaus, wo ein Fachberater das passende Hilfsmittel auswählt und einen Kostenvoranschlag für die Krankenkasse erstellt. Nach Genehmigung wird das Hilfsmittel individuell angepasst und geliefert. Eine detaillierte Schritt-für-Schritt-Anleitung finden Sie in unserem Artikel Hilfsmittel beantragen.

Was kostet mich ein Hilfsmittel?

Als gesetzlich Versicherter zahlen Sie eine Zuzahlung von 10 % des Preises, mindestens 5 € und höchstens 10 € pro Hilfsmittel. Die Krankenkasse übernimmt die restlichen Kosten bis zum Festbetrag. Wenn Sie ein höherwertiges Modell wünschen, tragen Sie die Differenz (Aufzahlung) selbst. Bei geringem Einkommen können Sie sich von der Zuzahlung befreien lassen.

Was tun, wenn die Krankenkasse mein Hilfsmittel ablehnt?

Legen Sie innerhalb eines Monats schriftlich Widerspruch ein. Viele Ablehnungen lassen sich erfolgreich anfechten. Lassen Sie sich ein ärztliches Attest ausstellen, das die medizinische Notwendigkeit begründet. Ihr Sanitätshaus und gegebenenfalls ein Case Manager können Sie beim Widerspruch unterstützen. Weitere Tipps finden Sie in unserem Ratgeber zur Hilfsmittel-Beantragung.

Wie finde ich ein gutes Sanitätshaus?

Ein gutes Sanitätshaus für neurologische Patienten verfügt über Fachberater mit Erfahrung in der Neuro-Rehabilitation. Fragen Sie Ihren Neurologen, Ihre Rehaklinik oder Ihre Krankenkasse nach Empfehlungen. Achten Sie auf Fachbereiche wie „Neurologische Versorgung” oder „Reha-Technik”. Wichtig: Nehmen Sie sich Zeit für die Beratung und probieren Sie Hilfsmittel vor der Entscheidung aus.

Rehabilitation und Alltag

Welche Rehabilitationsphasen gibt es?

Die neurologische Rehabilitation in Deutschland ist in Phasen unterteilt (Phasenmodell der BAR). Phase A ist die Akutbehandlung im Krankenhaus. Phase B die Frührehabilitation für schwer betroffene Patienten. Phase C die weiterführende Rehabilitation, Phase D die Anschlussheilbehandlung (AHB) und Phase E die berufliche Rehabilitation. Phase F umfasst die Langzeitpflege. Je nach Schwere der Erkrankung durchlaufen Patienten verschiedene Phasen – nicht alle müssen bei Phase B beginnen.

Übernimmt die Krankenkasse die Kosten für Rehabilitation?

Ja, bei medizinischer Notwendigkeit übernimmt in der Regel die Krankenkasse oder Rentenversicherung die Kosten. Für die Anschlussheilbehandlung (AHB) nach einem Krankenhausaufenthalt wird der Antrag meist direkt in der Klinik gestellt. Ambulante Reha-Maßnahmen verordnet der Arzt. Zuzahlungen von 10 € pro Tag (maximal 28 Tage im Kalenderjahr) können anfallen. Fragen Sie im Sozialdienst Ihrer Klinik nach den konkreten Möglichkeiten.

Was können Angehörige für sich selbst tun?

Pflegende Angehörige sollten ihre eigene Gesundheit nicht vernachlässigen. Nutzen Sie Entlastungsangebote wie Kurzzeitpflege, Verhinderungspflege oder Tagespflege – diese stehen Ihnen bei Vorliegen eines Pflegegrades zu. Selbsthilfegruppen und Angehörigen-Beratung bieten emotionale Unterstützung. Die Pflegekasse bezuschusst zudem Pflegekurse für Angehörige. Scheuen Sie sich nicht, Hilfe anzunehmen – Sie können nur dann gut für andere sorgen, wenn es Ihnen selbst gut geht.

Über dieses Portal

Wie verlässlich sind die Informationen auf diesem Portal?

Unsere Inhalte basieren auf aktuellen medizinischen Leitlinien und werden regelmäßig überprüft. Wir arbeiten evidenzbasiert und transparent. Dennoch ersetzen unsere Informationen keinen ärztlichen Rat. Bei gesundheitlichen Fragen wenden Sie sich immer an Ihren behandelnden Arzt. Mehr zu unseren Qualitätsstandards erfahren Sie auf der Seite Über uns.

Werden die Inhalte mit KI erstellt?

Ja, wir nutzen KI als Werkzeug bei der Inhaltserstellung – aber die redaktionelle Verantwortung liegt beim Menschen. Künstliche Intelligenz unterstützt bei Recherche und Strukturierung. Faktenprüfung, Qualitätssicherung und die finale Freigabe erfolgen durch unsere Redaktion. Dieser transparente Ansatz ermöglicht es uns, ein breites Themenspektrum abzudecken und gleichzeitig hohe Qualitätsstandards einzuhalten.

Kann ich ein Thema vorschlagen?

Ja, gerne! Wir freuen uns über Anregungen und Themenwünsche. Schreiben Sie uns über unsere Kontaktseite. Besonders hilfreich ist es, wenn Sie beschreiben, welche Frage Sie sich gestellt haben und wo Ihnen Informationen gefehlt haben. So können wir gezielt Inhalte erstellen, die wirklich weiterhelfen.