Verhinderungspflege und Kurzzeitpflege sind zwei Leistungen der Pflegeversicherung, die pflegenden Angehörigen dringend benötigte Auszeiten ermöglichen – und zusammen bis zu 3.386 € pro Jahr umfassen. Die Verhinderungspflege (§ 39 SGB XI) stellt bis zu 1.612 € jährlich für eine Ersatzpflege bereit, wenn die reguläre Pflegeperson vorübergehend ausfällt. Die Kurzzeitpflege (§ 42 SGB XI) bietet bis zu 1.774 € für eine vorübergehende vollstationäre…
Schluckstörungen (Dysphagie) zählen zu den häufigsten und gefährlichsten Komplikationen bei neurologischen Erkrankungen wie Schlaganfall, Parkinson, Multipler Sklerose und ALS. Bis zu 70 % aller Schlaganfall-Patienten sind in der Akutphase betroffen. Die größte Gefahr: Aspiration – Nahrung oder Flüssigkeit gelangt in die Luftröhre statt in die Speiseröhre. Eine Aspirationspneumonie gehört zu den häufigsten Todesursachen nach einem…
Autofahren nach Schlaganfall ist in vielen Fällen möglich. Ein Schlaganfall bedeutet nicht automatisch den Verlust des Führerscheins – allerdings muss die Fahreignung ärztlich bestätigt werden, bevor Sie sich wieder hinter das Steuer setzen. In der Regel ist nach einer Fahrpause von drei bis sechs Monaten und einem positiven verkehrsmedizinischen Gutachten das Autofahren wieder erlaubt. Etwa…
Depression nach Schlaganfall – auch Post-Stroke-Depression genannt – betrifft 30 bis 50 Prozent aller Schlaganfall-Patienten und ist damit eine der häufigsten, aber am meisten unterschätzten Folgen eines Schlaganfalls. Sie entsteht nicht nur als verständliche Reaktion auf die veränderte Lebenssituation, sondern hat auch neurobiologische Ursachen. Die gute Nachricht: Depression nach Schlaganfall ist behandelbar – mit der…
Aphasie nach Schlaganfall ist eine erworbene Sprachstörung, die etwa 30 % aller Schlaganfall-Betroffenen trifft – und zu den belastendsten Folgen eines Schlaganfalls gehört. Durch eine Schädigung im Gehirn, meist in der linken Hemisphäre, verlieren Betroffene ganz oder teilweise die Fähigkeit zu sprechen, zu verstehen, zu lesen oder zu schreiben. Das Wichtigste vorweg: Aphasie ist keine…
Ein Dekubitus – auch Druckgeschwür oder „Wundliegen” genannt – entsteht, wenn anhaltender Druck die Durchblutung der Haut unterbricht und das Gewebe geschädigt wird. Menschen mit neurologischen Erkrankungen wie Schlaganfall, Parkinson oder Multipler Sklerose sind besonders gefährdet, weil eingeschränkte Beweglichkeit und gestörte Sensibilität das Risiko massiv erhöhen. Die gute Nachricht: Dekubitus ist in den allermeisten Fällen…
Parkinson Angehörige stehen vor einer der größten Herausforderungen, die eine chronische Erkrankung mit sich bringen kann: Sie begleiten einen geliebten Menschen durch eine fortschreitende Krankheit – und müssen dabei lernen, die eigenen Grenzen zu erkennen und zu respektieren. Dieser Ratgeber bietet praktische Tipps für den Alltag mit Parkinson, von der Kommunikation über Hilfsmittel bis zur…
Die Handrehabilitation nach Schlaganfall umfasst Ergotherapie, Spiegeltherapie, funktionelle Elektrostimulation, robotergestützte Therapie sowie den Einsatz von Orthesen und Alltagshilfen – mit dem Ziel, Greiffunktion, Feinmotorik und Selbstständigkeit im Alltag wiederherzustellen. Auch Jahre nach dem Schlaganfall sind Fortschritte möglich, denn das Gehirn kann sich durch gezieltes Training neu organisieren. Auf dem Fachportal neurocasemanagement.de erfahren Sie, welche Therapien,…
Epilepsie im Alltag bedeutet für rund 500.000 Betroffene in Deutschland, den eigenen Lebensrhythmus bewusst zu gestalten – von der Sicherheit in der Wohnung über Autofahren und Beruf bis hin zu Sport und Sozialleistungen. Die gute Nachricht: Etwa zwei Drittel aller Menschen mit Epilepsie leben dank moderner Medikamente anfallsfrei oder anfallsarm. Mit dem richtigen Wissen, passenden…
Stürze gehören bei neurologischen Erkrankungen wie Schlaganfall, Parkinson und Multipler Sklerose zu den häufigsten und gefährlichsten Komplikationen im Alltag. Durch gezielte Sturzprävention – bestehend aus Bewegungstraining, passenden Hilfsmitteln und Wohnraumanpassung – lässt sich das Sturzrisiko jedoch deutlich senken. Dieser Ratgeber zeigt Ihnen evidenzbasierte Maßnahmen, mit denen Sie oder Ihre Angehörigen Stürze wirksam vermeiden können. Warum…
Menschen mit neurologischen Erkrankungen wie Schlaganfall, Parkinson, Multipler Sklerose oder Epilepsie haben häufig Anspruch auf einen Schwerbehindertenausweis – und damit auf wichtige Nachteilsausgleiche wie zusätzlichen Kündigungsschutz, Steuervorteile, kostenlose ÖPNV-Nutzung und vorzeitige Rente. Voraussetzung ist ein Grad der Behinderung (GdB) von mindestens 50, der beim zuständigen Versorgungsamt beantragt wird. Dieser Ratgeber erklärt Ihnen Schritt für Schritt,…
Neuro Case Management in der Praxis bedeutet, dass Orthopädietechniker, Physiotherapeuten, Ärzte und weitere Fachleute nicht nebeneinander, sondern miteinander arbeiten – koordiniert durch einen Case Manager, mit dem Patienten im Mittelpunkt. Statt fragmentierter Einzeltermine erleben neurologische Patienten eine durchgehende Versorgungskette, in der Hilfsmittel nicht nur verordnet, sondern gemeinsam erprobt, angepasst und in die Therapie integriert werden.…